
Aktion für Welthungerhilfe
Ausbildung und Gesundheit. Hilfe für Sodo.
In der Zeit von 2007 bis 2010 unterstützte BUDNI mit seinen Kunden durch Spendenaktionen für die Welthungerhilfe das äthiopische Dorf Sodo, ein Millenniumsdorf der Welthungerhilfe (s. u.).
Mehr als 150.000 Euro kamen in den vergangenen Jahren durch die großzügige BUDNI-Unterstützung zusammen. Das Projekt Hilfe zur Selbsthilfe ist abgeschlossen. Die Menschen in Sodo führen heute ihr Leben selbständig und in Würde. Ihre Spende - ein wertvoller Beitrag, den Traum von einer Welt ohne Hunger und Armut wahr werden zu lassen.

Der Einsatz hat sich gelohnt, es gibt grundlegende Fortschritte im Einsatz gegen Hunger, Armut und Krankheiten. BUDNI-Geschäftsführer Cord Wöhlke ruft auf: „Die Nachhaltigkeit dieser Entwicklung muss auch für die zukünftigen Generationen gesichert werden. Das geht nur, wenn die Menschen lesen und schreiben können. Daher wollen wir durch unsere Spenden in diesem Jahr die Schule des Dorfes besonders fördern. Leisten wir gemeinsam einen Beitrag für die Menschen in Sodo und erleichtern ihnen den Weg in eine bessere Zukunft.“
Eine neue Dorfstruktur
Ein deutlich sichtbares Beispiel ist das neu entstandene Dorfzentrum: Mit einer Einrichtung, um Trainings für die Bauern durchzuführen, einem Gesundheitsamt, einer Gemeindeverwaltung (noch im Bau), einer Getreidebank – wo Getreide gelagert wird, bis ein höherer Verkaufspreis erzielt werden kann – und einer verbesserten Schule. Ausgangspunkt für diesen Dorfkern war das 2008 von Gabriele und Cord Wöhlke persönlich eingeweihte Versammlungshaus, welches „BUDNI-Halle“ genannt wird. Dieses Dorfzentrum gibt dem weit ausgedehnten Flächendorf Sodo eine neue Struktur.

Getreide und Vieh
Im Kampf gegen den Hunger sind robuste Getreidesorten und widerstandsfähiges Saatgut ein ganz entscheidender Beitrag: So wurden entsprechende Weizen- bzw. Kichererbsensorten und Triticale – eine Kreuzung aus Roggen und Weizen – in den Landbau eingeführt. Die so genannte „falsche Banane“ (Enset) soll die Ernährung der Bewohner auch in Dürrephasen sichern. Auch die Einführung von Borena-Rindern war ein großer Erfolg.
Kampf gegen Malaria
Der Anbau der Heilpflanze Artemisia wird ebenfalls gefördert. Sie enthält Wirkstoffe gegen Malaria und AIDS. Seit dem Jahr 2007 ist die Malaria-Krankheitsquote von 17,7 auf 4,9 Prozent gesunken. Die Kreisgesundheitsbehörde hofft, dass in Sodo eines Tages die Malaria vollkommen verschwunden ist.
Wasser
Die Organisation „Viva con Agua“ hat die Bohrung mehrerer neuer Brunnen finaziert. Für 63 Prozent der Bevölkerung ist der Weg zum Brunnen nun näher als 1.000 m – früher waren es häufig etliche Kilometer. Sauberes Wasser ist wichtig für Gesundheit und Hygiene. Der Zugang zu Wasser zieht auch viele Menschen aus dem Umland nach Sodo. Diese profitieren im Kontakt mit den Dorfbewohnern ebenfalls von deren Erfahrungen.
Viele Erkenntnisse aus dem Projekt werden „von den Bauernfamilien selbst über die informelle Schiene“ weitergetragen, stellt die Welthungerhilfe fest.

Von den Erfolgen profitiert die Region
Das Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ bewährt sich im Zusammenwirken von Spendern, Organisationen und der Eigeninitiative der Dorfbewohner. Und die Hilfe für Sodo ist eine Unterstützung der gesamten Region. „Der bahnbrechende Gesichtspunkt ist jetzt, dass Sodo von nun an deutlich in die umliegenden Gemeinden hinaus strahlt.“ formuliert die Welthungerhilfe in ihrem Bericht über das Jahr 2009.
Die Millenniumsdörfer der Welthungerhilfe
Die Millenniumsdörfer-Initiative der Welthungerhilfe geht zurück auf die „Millenniumserklärung“ der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000. 189 Staaten verpflichteten sich auf überprüfbare Ziele, um die Welt gerechter und menschlicher zu machen: So legte man sich beispielsweise fest, den Anteil der Menschen, die Hunger leiden, in der Zeit von 1999 bis 2015 zu halbieren. Weitere Ziele betrafen die Bekämpfung von Krankheiten, die Beseitigung der Ungleichbehandlung der Geschlechter und nicht zuletzt die Förderung von Bildungsmaßnahmen.
Alle geplanten Maßnahmen in den Millenniumsdörfern werden mit Projektpartnern vor Ort und in enger Abstimmung mit den Dorfbewohnern durchgeführt. Eine ständige Überprüfung der Fortschritte ist ebenfalls Teil der Initiative.
Foto: Iris Schöninger/WHH, Grossmann/WHH




