BUDNI Pflegepreis 2010

Private Pflege wurde geehrt

Pflegepreis 2010 verliehen

Pflegebedürftigen Personen einen lebenswerten und menschenwürdigen Alltag zu ermöglichen, ist eine anspruchsvolle Aufgabe, die häufig im Verborgenen bewältigt wird. Deshalb hat BUDNI den Pflegepreis ins Leben gerufen. Wir wollen damit die Leistung der vielen privaten Pflegerinnen und Pfleger würdigen.

Für Ingrid Dieckert, Evelyn Schuller und Peter Kay war es ein ganz besonderer Auftritt: Gleich im Anschluss an eine Podiumsdiskussion mit Sozialsenator Dietrich Wersich wurde ihnen im feierlichen Rahmen der BUDNI Pflegepreis übergeben. 

„Mit diesem Preis wollen wir Ihr ganz persönliches Engagement sichtbar machen, das mit viel psychischer und physischer Anstrengung, aber auch mit viel Freude verbunden ist“, sagte BUDNI-Geschäftsführer Cord Wöhlke bei der Preisübergabe. „Gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels in unserer Gesellschaft müssen wir uns mit dem Thema Nachbarschaftshilfe und private Pflege zunehmend auseinandersetzen und für alle tragbare d.h. auch finanziell machbare Lösungen entwickeln.“

Die Preisverleihung fand anlässlich einer Veranstaltung der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege im Barmbeker Zentrum für Kirche, Kultur und Soziales statt. Thema der Veranstaltung war „Armut im Alter“.

Der Pflegepreis wurde in allen BUDNI-Filialen ausgeschrieben. Bewerben konnte sich jede Person aus der Metropolregion Hamburg, die seit mindestens zwei Jahren einen Menschen pflegt. Wieder hatten sich zahlreiche Hamburger und Hamburgerinnen beworben, die ihre Nachbarn, Ehepartner, Eltern oder Kinder pflegen.

Ingrid Dieckert, die den ersten Preis über 2.500 Euro erhalten hat, wurde für ihren täglichen Einsatz für ihre Mutter und Schwiegermutter (95 und 96 Jahre alt) geehrt. „Erst jetzt kann ich glauben, dass Sie wirklich mich mit dem Preis meinen!“, sagte die bescheidene Dame freudestrahlend bei der Veranstaltung, in deren Rahmen sie gleichzeitig ihren Geburtstag feiern konnte. Frau Schuller (alleinerziehende Mutter von zwei Kindern mit einem schwerstbehinderten Kind) und Peter Kay (der seine an Multipler Sklerose erkrankte Frau pflegt) freuten sich ebenfalls über die Geldsummen über je 1.000 Euro, die manchen Umbau in der Wohnung oder einen Urlaub möglich machen.

Über die Preisträger hatte eine Jury mit Vertretern der Arbeiterwohlfahrt, der Caritas, des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Diakonie entschieden. Über Hausbesuche dieser Experten fand eine Einschätzung der Pflegesituation statt, die schließlich in der Auswahl der Preisträger mündete.

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