
Babyhaut
Prall, rosig, aber ganz schön launisch
Es gibt nichts Schöneres als streichelzarte Babyhaut. Doch was sie so samtweich macht, lässt sie hin und wieder rotsehen.
Ein besonderer Schutz
Babys Haut ist drei bis fünf Mal dünner als bei einem Erwachsenen. Das macht sie empfänglicher für äußere Reize, aber auch empfindlicher. Hinzu kommt, dass wichtige Schutzfunktionen der Haut noch nicht vollständig ausgereift sind. Bis die Haut mit Hornschicht und Säureschutzmantel gut vor Feuchtigkeitsverlust und gegen äußere Einflüsse geschützt ist, dauert es allerdings einige Zeit: Erst im Kindesalter hat sie ihre volle Widerstandsfähigkeit erreicht. Bis dahin ist Babyhaut für jede Unterstützung dankbar.
Trocken muss es sein
Besonders reizbar ist der luftdicht verpackte Windelbereich. Ebenso empfindlich sind aber auch alle übrigen Körperstellen, an denen Hautfalten direkt aufeinander reiben und sich durch den Luftabschluss viel Wärme und Feuchtigkeit stauen. Dazu gehören zum Beispiel die Leistengegend, die Knie- und Armbeugen oder auch die Halsregion. An diesen Stellen gilt es die Haut trocken zu halten, denn ein trockener Po wird nicht wund.
Gegen die Röte
Zeigen sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen rote, nässende Stellen, heißt es: mit Wasser reinigen, gut abtrocknen und anschließend eincremen. Als SOS-Maßnahme eignet sich eine Hautcreme mit Zink und Calendula. Dünn aufgetragen sorgt sie dafür, dass nicht noch mehr Feuchtigkeit an die gereizten Hautpartien gelangt, diese aber trotzdem noch ausreichend Luft bekommen. Hat man sie einmal behandelt, verschwinden harmlose Rötungen übrigens nach kurzer Zeit wieder. Breiten sich die wunden Stellen jedoch großflächig aus oder gesellen sich Pusteln, Pickelchen und Bläschen dazu, sind sie ein Fall für den Kinderarzt.
Tipps gegen einen wunden Po
• Das feucht-warme Windelpaket ist der ideale Nährboden für Bakterien. Deshalb
häufiger die Windel wechseln und zwischendrin dem Baby auch mal „windelfrei“
geben. So kommt Luft an die gereizten Hautstellen.
• Um besonders die Hautfalten zu trocknen, beim Wickeln kurz auf niedriger Stufe
föhnen.
• Hin und wieder darf es auch eine sanfte Babymassage auf der Basis pflanzlicher Öle
sein. Sie dringen tief in die Hautschichten ein und erhöhen die Wasserbindungs-
fähigkeit der Haut.




