
Wissenswertes zu Parfums allgemein
Warum riechen wir eigentlich?
Ein Parfum besteht in der Regel zu etwa 80 Prozent aus Alkohol. Dazu werden 30 bis 80 verschiedene Essenzen gemischt. Es wird zwischen synthetisch hergestellten Duftstoffen und natürlichen Essenzen unterschieden. Oft werden ätherische, pflanzliche oder tierische Öle benutzt, um die aufwendigen Parfums zu kreieren. Der Anteil an duftenden Essenzen entscheidet darüber, ob ein Parfum auch Parfum genannt werden darf oder als z.B. Eau de Parfum oder Eau de Toilette bezeichnet wird. Ein Parfum enthält 20 bis 30 Prozent, Eau de Parfum zwischen 15 und 25 Prozent. In Eau de Toilette stecken weniger als 10.
Die Duftfamilien
Es wird hier in fünf Duftfamilien unterschieden:
- Die florale Duftfamilie riecht, wie der Name schon sagt, sehr blumig. Jasmin, Rose und Veilchen sind die beliebtesten Duftcharaktere dieser Klasse.
- Orientalische Düfte gelten als sehr sinnlich. Hier stehen meist pudrige Duftnoten oder Vanille im Vordergrund.
- Zu den Zitrusdüften zählen frische sommerliche Kreationen.
- Die Cypre-Familie bezeichnet die harmonische Vereinigung von kontrastierenden Duftstoffen, wie zum Beispiel blumig-moosig.
- Fougère-Düfte sind oft besonders maskulin und aromatisch. Dazu gehören Charaktere wie Rosmarin und Lavendel. Diese werden meistens für Herren-Düfte verwendet.
Aufbau
Kopf-, Herz- und Basisnote sind die Grundbausteine eines jeden Duftwassers. Die Kopfnote nehmen wir als erstes wahr, sie verfliegt allerdings schnell. In etwa 10 Minuten entfaltet sich die Herznote, die dann in die lang anhaltende Basisnote übergeht.
Anwendungstipps
Einkaufen - neue Düfte testen
Die beste Zeit zum Testen ist der Vormittag: Der Geruchssinn ist jetzt am schärfsten. Muten Sie Ihrer Nase aber nie mehr als fünf Parfums zu. Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie sich Pröbchen mitgeben und testen Sie zu Hause weiter. Das volle Aroma eines Dufts entfaltet sich übrigens erst nach etwa 15 Minuten. Auf der Haut verreiben verkürzt die Entwicklungszeit: Dabei nimmt man zwar die leichten, schnell flüchtigen Moleküle (die Kopfnote) nicht mehr wahr, gelangt aber schneller an die intensiveren und länger haftenden Nuancen (Herz- und Basisnote).
Perfekt dosieren
Ein Parfum braucht Wärme, um sich zu entfalten. Tragen Sie deshalb an Hals, Armbeugen, oder Kniekehlen auf. Je fettiger die Haut, desto besser nimmt sie den Duft an - mit Bodylotion lässt er sich also intensivieren. Ein guter Duftträger sind aber auch frisch gewaschene Haare - verwenden Sie ein geruchsneutrales Shampoo.
Eau de Toilette hält bis zu fünf Stunden, schwere Düfte zwei- bis dreimal so lang. Wer auf keinen Fall zu stark auftragen will, sollte schwere Düfte nicht zu nah am Kopf, sondern lieber vor dem Anziehen auf den Körper sprühen. Wenn ein Duft nicht lange hält, könnte es an zu trockener Haut liegen. Manchmal stecken auch Medikamente (z. B. Beruhigungsmittel) oder bestimmtes Essen (z. B. Spargel und Knoblauch) dahinter, da sie den Eigengeruch der Haut verändern können.
Lagerung
Das ideale Umfeld für die empfindlichen Duftmoleküle ist der Kühlschrank: dunkel, kalt und trocken. Doch da wir die schönen Flakons gern anschauen, sollten Sie zumindest darauf achten, dass der Duft vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt ist. Geschlossen sind die edlen Wässerchen drei Jahre haltbar.




