Gut für Körper und Seele

Die Leichtigkeit des Sports

Höher, weiter, schneller – im Sport sind Rekorde gefragt. Doch es geht auch anders.

Schnaufen, Schwitzen, Seitenstechen – das schreckt viele ab. Dabei ist Bewegung keineswegs mit Leistung, Zeitdruck oder Talent gleichzusetzen, sondern soll einfach
Spaß machen. Dass der Alltag Training genug sein kann, zeigt
Sportwissenschaftler Prof. Dr. Hans Bloss.

Heute schon Treppen gestiegen?

Sich beim Putzen vorstellen, es sei Sport, kann helfen: Untersuchungen der Harvard-Universität haben ergeben, dass es ausreicht, sich Alltagsbewegungen auch bewusst als gesundheitsfördernd vorzustellen, um fitter zu werden. Die Forscherinnen führten eine Studie mit 84 Zimmermädchen durch. Sie baten die eine Hälfte der Probandinnen, bei ihren körperlichen Arbeiten, wie Betten machen und Staub saugen, daran zu denken, dass sie etwas für ihre Fitness tun. Die andere Hälfte informierten sie nicht. Nach acht Wochen haben sich die Gesundheitswerte – Blutdruck und Cholesterin – bei der ersten Gruppe verbessert.

Führt man Bewegungen also bewusst aus, sind sie auch intensiver und damit effektiver. Da lohnt es schon, zehn Minuten Treppen zu steigen, Rad zu fahren oder Wäsche aufzuhängen. So kann der Alltag für viele eine Brücke zu Slow-Sportarten wie Nordic Walking, Schwimmen, Yoga oder Pilates sein.

Achtsam sein

Welche Bewegungsform oder Sportart zu einem passt, muss natürlich jeder für sich selbst herausfinden. Manche bewegen sich nur, wenn sie einen Ball haben, andere brauchen Gesellschaft oder Musik, und wieder andere können nur zu ruhigen, bewussten Übungen ihre Muskeln anspannen.

Das Zauberwort heißt Achtsamkeit: Wer achtsam ist, findet heraus, was ihm guttut und vor allem Spaß macht.

Das richtige Maß

Übertreiben sollte man es natürlich auch nicht. Studien belegen, dass Bewegung die Lebenserwartung zwar erhöht, zu viel sich jedoch gegenteilig auswirkt. Generell kann man sagen: Ein Mal die Woche ist zu wenig. Zwei Mal erhält den Ist-Zustand, drei Mal zeigt Resultate.

BUDNI TIPP:

Disziplin am Anfang lohnt sich: Nach sechs Wochen regelmäßigem Training hat der Körper den Rhythmus verinnerlicht und der Schweinehund ist kleiner.

Also durchhalten!

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