
Kleiner Creme-Knigge
Seinem Cremetiegel gegenüber leistet man keine Treueschwüre. Dennoch fällt die Trennung von einer langjährigen Pflegelinie oft nicht leicht. Und vor allem: Was kommt danach? Ein (Beziehungs-)Ratgeber hilft, die Wechselfälle des Pflege-Lebens zu meistern.
Die Haut verändert sich ständig.
Der genetisch programmierte Alterungsprozess sowie äußere Einflüsse wie Jahreszeiten, Ernährung, Medikamente und sogar ein Ortswechsel können sich auf das Hautbild auswirken. Wenn die Haut innerhalb weniger Monate deutlich trockener geworden ist und mehr Fältchen zeigt, ist die Pflege wahrscheinlich nicht mehr reichhaltig genug. Plötzliche Unreinheiten können dagegen ein Hinweis sein, dass es die Haut gern etwas leichter hätte.
Versuchungen widerstehen
Die (Pflege-)Welt ist voller Versuchungen. Ein bisschen experimentieren ist in Ordnung: Alle paar Monate beispielsweise im Urlaub ein Sachet zu testen, weil die reguläre Pflege eh zu viel Platz einnehmen würde, schadet der Haut meist nicht. Die Pflege alle paar Wochen zu wechseln, kann die Haut allerdings stressen. Zudem kann sie in der kurzen Zeit kaum ihre volle Wirkung zeigen. Wer mit sensibler Haut eine verträgliche Pflege gefunden hat, sollte das Schicksal nicht herausfordern.
Eine Creme ist in der Regel Teil einer Pflegeserie.
Da die Wirkstoffe aufeinander abgestimmt sind, erzielt man häufig den größten Pflegeeffekt, wenn alle Produkte aus einer Linie stimmen – ganz nach dem Prinzip „Ich heirate eine Familie“. Doch beim Kennenlernen darf man es langsam angehen. Erst wenn die Creme einen mindestens einmonatigen Beziehungstest bestanden hat, kann man die anderen Pflegekomponenten, wie Gesichtswasser oder Augencreme, nach und nach ergänzen.
Der neue Pflegegefährte muss den Ansprüchen genügen:
Beim Auftragen sollte die Creme ein besseres Gefühl hinterlassen als die bisher verwendete Pflege. Zieht sie gut ein? Mag ich den Duft? Fühlt sich meine Haut auch nach Stunden noch wohl? Lautet die Antwort „Ja“, hat die Creme eine Chance verdient.




