
Düfte
Mit dem richtigen Riecher
Parfümmischer sind wahre Künstler. Für ihren Beruf benötigen sie viel Geschick und vor allem eine gute Nase.
Die Duftindustrie kennt rund 2.500 Duftstoffe. Diese lernen Parfümeure während ihrer Ausbildung zu unterscheiden. So gibt es beispielsweise zitrische, blumige, orientalische oder holzige Duftstoffe. Das Kennenlernen und der Umgang mit diesen Riechstoffen bilden die Grundlage für jeden Parfümeur und Duftentwickler, um Parfüms kreieren zu können. Soll für eine Marke eine Kreation entstehen, gibt der Duftentwickler die Duftrichtung an und bittet die Parfümeure um Vorschläge. Diese werden dann gemeinsam gerochen und mithilfe von Duftbeschreibungen bewertet: Ist die Kopfnote hier nicht zu zitrisch? Könnte man den floralen Akkord in der Herznote nicht noch etwas ausgeprägter gestalten? So tasten sich die Entwickler an den Duft heran, bis sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.
Die Nase schulen
Ein guter Geruchssinn ist dabei natürlich unerlässlich – und seine Nase muss man ständig trainieren. Ob man eine sensible Nase hat, kann man beispielsweise im Gespräch mit anderen erkennen: „Riecht ihr das auch?“ Und je nachdem, ob die anderen den Geruch wahrnehmen, merkt man, ob man womöglich ein intensiveres Geruchsvermögen hat oder eben nicht.
Ähnlich wie die Parfümeure kann jeder duftinteressierte Mensch seine Nase schulen. Beispielsweise indem man am Duftregal an verschiedenen Fläschchen schnuppert und überlegt: An was erinnert mich der Duft? Eine zusätzliche Herausforderung: Weiß man, dass ein Duft beispielsweise von Rose dominiert wird, versucht man, diese Komponente herauszuriechen.




