
Verwöhnprogramm für Haare und Kopfhaut
Rauer Winter Samtweiches Haar
Ginge es nach unserem Haar, dann wäre das ganze Jahr über September. Weder trockene Heizungsluft noch zu große Wetter-Extreme würden ihm dann zu schaffen machen. Jetzt im Winter aber tritt manch ein Schopf in den Beauty-Streik. Gehen Sie auf seine Forderungen ein – und verwöhnen Sie Haar und Kopfhaut.
Auch wenn wir es jetzt am liebsten warm und trocken haben, verlangt unser Haar im Winter oft vermehrt nach Feuchtigkeit: Es wirkt dann weniger geschmeidig, wird störrischer und fühlt sich irgendwie härter an. Gleichzeitig kann es am Ansatz vermehrt fetten. Und zu allem Überfluss können einem die Haare immer wieder buchstäblich zu Berge stehen.
Veränderte Bedürfnisse
Die veränderten winterlichen Haarbedürfnisse verlangen nach einer Änderung der Pflege-Routine: Der Trockenheit begegnen Sie mit einer Feuchtigkeit spendenden Haarkur einmal in der Woche. Eine Pflegespülung nach der Haarwäsche gehört ebenfalls zu den „Musts“ für schönes Winterhaar. Falls Sie es über sich bringen, sorgt kaltes Wasser als allerletzter Spülgang nach dem Waschen für erstaunliche Glanzeffekte: Es hilft, die aufgeraute Schuppenschicht des Haars wieder anzulegen. Fettende Haaransätze entstehen, wenn die Talgdrüsen aktiver werden. Mechanische Reize durch verschiedene Kopfbedeckungen können diesen Effekt auslösen. Wenn Sie das Problem nur im Winter haben und sonst wenig zu fettigem Haar neigen, können spezielle Pflegeprodukte bei jeder zweiten Wäsche schon ausreichend sein.
Schonung für Sensibelchen
Selbst die schickste Mütze bedeutet Stress für Haar und Kopfhaut. Da darf zum Ausgleich jede Haarwäsche ein Wellness-Erlebnis sein, sanfte Kopfhautmassage inbegriffen. Nach der Wäsche wickeln Sie das Haar in ein Handtuch und lassen Sie es ein wenig antrocknen, bevor es vorsichtig entwirren, am besten mit einem grobzinkigen Kamm. Dabei von den Spitzen zum Ansatz hocharbeiten. Gar nicht gut wäre Trockenrubbeln mit dem Handtuch, denn das raut die äußere Hülle des Haares auf.
Kühl föhnen
Der Föhn sollte nur ein laues Lüftchen erzeugen – rau ist's draußen ja schon zur Genüge. Zwischen Föhn und Haaren sollte ein respektvoller Abstand von mindestens 20 Zentimetern bleiben. Wenn Sie in Wuchsrichtung, also von oben nach unten trocknen, bleibt die äußere Schicht der Haare schön angelegt. Stylingprodukte sollten besser keinen Alkohol enthalten, denn der trocknet die Haare zu sehr aus. Für eine Trocknung an der Luft ist das Haar im Winter sehr dankbar – nutzen Sie also jede Gelegenheit, nach dem Waschen und Kämmen Ihre warme Wohnung als „Riesen-Trockenhaube“ zu nutzen.
Landeerlaubnis …
... für fliegendes Haar: Statische Aufladung ist ein Phänomen, das immer wieder zur allgemeinen Belustigung beiträgt. Wenn aber täglich mehrere Male die Haare zu Berge stehen, kann das schon nerven! Auch in diesem Fall trifft es vor allem Mützen- und Hutträger: Reiben zwei unterschiedliche Materialien aneinander – wie es bei Haar und Hut der Fall ist –, laden sie sich unterschiedlich stark auf und ziehen sich gegenseitig an. Das Ergebnis sind die „fliegenden Haare“, die jedes Styling zunichtemachen. Dagegen helfen anti-statische Bürsten und Styling-Creme oder Glanzwachs, die das Haar schwer genug machen, um der Anziehungskraft zu widerstehen. Eine kleine Menge zwischen den Handflächen verreiben und damit sanft übers Haar streichen.
Apropos Reibung: Wenn Sie sich den Luxus eines Kissenbezugs aus Seide gönnen, werden Sie bald feststellen, dass durch seine glatte Oberfläche das Haar viel weniger aufgeraut ist als durch herkömmliche Bezüge.




