Strähnchenweise

Strähnchen verleihen dem Haar Struktur

Strähnchenweise

Mal breit und kontrastreich, mal zart und dezent – Strähnchen verleihen dem Haar Struktur. Viele Varianten kann man auch selbst ins Haar zaubern.

Farbspiele

Helleres Haar, aber bitte keinen künstlichen Look! Wer sich das wünscht, ist mit Highlights –Strähnen die heller ausfallen als die eigene Naturhaarfarbe – gut beraten. Je größer der Kontrast zum übrigen Haar, desto stärker stechen sie ins Auge. Umgekehrt wird das Ergebnis umso natürlicher, je näher der Ton an der Ausgangsfarbe liegt. Ähnliches gilt für die Breite. Dicke Strähnen sind auffälliger als schmale, feine.

Was man in jedem Fall beachten sollte: Die Blondierflüssigkeit, die das Haar bleicht, darf beim Färben weder zu lange einwirken – dann geraten die Strähnen zu hell –, noch zu früh ausgespült werden. Denn bevor sie das Haar aufhellt, entsteht ein unschöner Rotstich. Deshalb unbedingt die Tabelle in der Packungsanleitung studieren, die die genauen Einwirkzeiten verrät. Helle Strähnchen sind auch ein super Tipp für Blondinen, die die ersten Grauen im Schopf entdecken. Diese Partien, oft sind die Schläfen zuerst betroffen, lassen sich vor allem mit Aschtönen gut kaschieren. Die kühlen Töne verhindern, dass sich ein unvorteilhafter Gelbstich im kolorierten Haar breitmacht.

Übrigens: Setzt man häufiger Highlights, wirkt das Haar irgendwann einheitlich blond. Dunklere Strähnen können dann die ursprüngliche Struktur wieder herstellen. Um diese sogenannten Lowlights sollte sich aber besser der Frisör kümmern.

Redlights sind eine weitere Strähnchenvariante für zu Hause. In brünettem und schwarzem Haar schaffen sie deutliche Kontraste. Wer sich für die roten Farbtupfer entscheidet, sollte Mut haben, aufzufallen. Denn moderne Produkte kombinieren die Coloration mit einer Aufhellung, sodass die roten Farbpigmente auch in dunklem Haar gut sichtbar werden. Der Nachteil: Da rötliche Farbpigmente klein sind, lösen sie sich schnell aus der Haarstruktur. Pflegeprodukte für koloriertes Haar können diesen Prozess verlangsamen. Nach circa vier Wochen ist dennoch Nachfärben angesagt.

Strähnchen mit Methode

Die meisten tragen die Strähnchenmischung mit einem speziellen Pinsel auf das trockene Haar auf. Bevor man beginnt, sollte man das Haar ordentlich durchkämmen und an der gewohnten Stelle einen Scheitel ziehen. Erst jetzt die Strähnchenmischung anrühren und dann die Flüssigkeit gleichmäßig auftragen. Am besten funktioniert das, wenn man die einzelnen Strähnen, die behandelt werden sollen, senkrecht vom Kopf weg hält und antoupiert. Wichtig ist es, die Flüssigkeit niemals direkt an der Kopfhaut aufzutragen, sondern etwa einen halben Zentimeter Abstand zu halten.

Das wirkt nicht nur natürlicher, sondern schont auch die Kopfhaut. Ist die Einwirkzeit um, kann man das Haar mit warmem Wasser ausspülen, waschen und mit Conditioner behandeln.

Liebhaber besonders feiner Strähnchen greifen am besten zur Strähnchenhaube. Sie ähnelt einer Badekappe mit Löchern und wird auf das trockene Haar gezogen. Mit einer speziellen Nadel zieht man dann einzelne Strähnen durch die feinen Perforationen und kämmt sie sorgfältig durch. Anschließend die Coloration anmischen und auftragen. Ist die Einwirkzeit abgelaufen, ebenfalls mit Wasser nachspülen. Dann die Haube absetzen und das Haar mit etwas Conditioner verwöhnen.

Tipp:

Sich selbst am Hinterkopf Strähnchen zu setzen, ist eine etwas knifflige Angelegenheit. Wer mit zwei Spiegeln arbeitet, bekommt seine Rückseite gut in den Blick. Einfacher ist es allerdings, sich von einer Freundin helfen zu lassen.

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