so klappt es mit dem abpumpen
Nach ca. sechs bis acht Wochen ist die Stillbeziehung zwischen Dir und Deinem Schatz gefestigt – jetzt kannst Du ruhig auch mal ein Fläschchen mit abgepumpter Muttermilch füttern. Denn egal ob Du berufliche Termine hast, gerne mal wieder ausgehen willst oder einfach eine ruhige Nacht brauchst: Muttermilch schmeckt Deinen Kleinen abgepumpt genauso gut und bestimmt genießt auch Dein Partner oder Deine Partnerin diese ganz besondere Nähe, die durch das Nuckeln – in diesem Fall am Fläschchen – entsteht.
Wir verraten Dir, welche Superkräfte Muttermilch eigentlich hat und wie Du die wertvolle Kost in abgepumpter Form am besten lagerst.
unser kleines feines budni-www
was beinhaltet muttermilch?
Muttermilch hat viele Funktionen und verändert sich über die Stillzeit: In den ersten paar Tagen bildet Dein Körper das sogenannte Kolostrum (auch Vormilch genannt). Dieses ist dickflüssig und ganz besonders nahrhaft für das Baby mit vielen Antikörpern. Hier reichen dann zu Beginn auch sehr kleine Mengen, da der Magen Deines Kindes nur ungefähr die Größe einer Murmel hat. Nach ca. drei Tagen folgt der Milcheinschuss und damit die cremigere Übergangsmilch – mit höherem Fettgehalt die ideale Milch für den schnell wachsenden Zwerg. Auch die Menge an Kalorien und Laktose ist nun höher. Vier Wochen später genießt Dein Baby die sogenannte reife Milch, die sich flexibel anpassen kann und bei Krankheit z. B. genau die richtigen Antikörper produziert.
Die Zusammensetzung der Muttermilch ist auch für das Abpumpen wichtig: Gegen Ende einer Stillmahlzeit ist die Milch dickflüssiger, denn der Fettgehalt steigt mit der Dauer des Trinkens. Die Milch, die zuerst kommt, wird auch als Vordermilch bezeichnet – sie ist (vor allem im Sommer zum Durstlöschen) flüssiger als die cremigere Hintermilch, die erst nach kurzer Zeit Stillen bzw. Abpumpen aktiviert wird. Beide Milcharten sind wichtige Bestandteile zum Füttern Deines Babys. Wann am Tag Du die meiste Milch erhältst, ist Beobachtungssache. Oft geht das Abpumpen direkt im Anschluss an eine Stillmahlzeit oder etwa eine Stunde danach gut.
wie wirkt muttermilch?
Muttermilch ist ein wahrer Alleskönner. Allen voran schützt sie Dein Kind vor Erregern, bis das Immunsystem selbst dazu in der Lage ist. Stillen soll dazu das Risiko an Diabetes zu erkranken verringern und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Mit ihrer speziellen Zusammensetzung, die sich auch über den Tag verteilt verändert, sorgt die wertvolle Kost außerdem dafür, dass Dein Baby morgens munter wird und abends zur Ruhe kommt. Und auch Dir selbst hilft das Wundermittel Muttermilch z. B. bei schmerzenden Brustwarzen, indem Du ganz einfach ein paar Tropfen darauf verteilst.
wo hält muttermilch am längsten?
Frisch abgepumpt kannst Du die Muttermilch außerhalb des Kühlschranks bei Zimmertemperatur bis zu vier Stunden aufbewahren. Für die Aufbewahrung im Kühlschrank (4° C) gilt eine Frist von guten drei Tagen. Möchtest Du die Milch mit auf Tour nehmen, bieten sich Mini-Kühltaschen mit entsprechenden Kühlakkus an. Kleiner Tipp: Lager die Milch nicht in der Kühlschranktür, hier ist es oft nicht kalt genug. Am besten eignet sich der Platz im untersten Fach ganz hinten.
Einfrieren darfst Du Muttermilch sogar bis zu sechs Monate bei mindestens -18 °C. Spezielle Muttermilchbeutel (z. B. bei budni erhältlich) sind frei von Weichmachern und eignen sich hervorragend für die kompakte Lagerung der wichtigen Milch. Um möglichst viele Fette zu erhalten, solltest Du außerdem darauf achten, die Milch über einen längeren Zeitraum schonend im Kühlschrank aufzutauen. Wenn es mal schnell gehen soll, kannst Du die Milch aber auch im Flaschenwärmer auftauen.
Unser lieber Bruno Bär hat nun noch einige Infos zum Thema Milchpumpe für Dich auf Lager.
Wenn Du Muttermilch abpumpen möchtest, hast Du die Wahl zwischen einer manuellen und einer elektrischen Milchpumpe. Die elektrische Pumpe ist wesentlich komfortabler, der Kauf lohnt sich aber eher dann, wenn Du über längere Zeit abpumpst. Alternativ kannst Du sie in einer Apotheke ausleihen. Aber auch mit der Handpumpe ist das Abpumpen mit einiger Übung in Nullkommanix erledigt. Du kannst die Pumpe danach auseinandergebaut in die Spülmaschine und sogar in den Sterilisator geben.